Auch für Februar möchte ich meine neue Reihe vom passiven Cashflow weiter führen. Vielleicht gibt es doch den ein oder anderen mit dem man sich austauschen kann.

Dies ist der zweite Beitrag von weiteren 10, die dieses Jahr noch folgen werden.

Warum nochmal passives Einkommen?

Ich bin momentan dabei, mir einen finanziellen Plan fürs Alter zu machen. Mit Alter meine ich nicht 67 und aufwärts, sondern hoffentlich weit vorher. Es geht mir auch nicht darum, möglichst frühzeitig mit der Arbeit aufzuhören. Im Gegenteil: Ich werde wohl immer den Drang verspüren mich irgendwie produktiv zu betätigen. Allerdings möchte ich nicht abhängig beschäftigt sein, also auf den Lohn meines Arbeitgebers angewiesen sein.

Der grobe Plan also: Möglichst weit vor meinem offiziellen Renteneintrittsalter finanziell unabhängig werden, denn die mir gesetzlich zustehende Rente wird bei Weitem nicht ausreichen. Sogar schon nicht um meinen heutigen Lebensstandard zu erhalten.

Cashflow durch Dividenden

Durch meine Aktien habe ich in erster Linie passives Einkommen durch Dividenden. Es gibt aber auch noch andere Quellen. Teilweise werde ich auch Angaben zur Rendite machen. Hier sei aber noch einmal ausdrücklich betont, dass die Angaben keine Anlageempfehlungen darstellen sondern ich lediglich meine Erfahrungen mit dir teilen möchte. Auch die Rendite der entsprechenden Anlagen kann in Zukunft ganz anders (geringer oder höher) ausfallen und vor allem stark schwanken.

Regelmäßige Steigerung der Einnahmen

Mein Ziel ist eine regelmäßige Steigerung der passiven Einnahmen. Dies erreiche ich hauptsächlich durch Reinvestition von finanziellen Mitteln. Durch meine aktive Arbeit finanziere ich meine Lebenshaltungskosten. Alles Weitere ist als Bonus zu sehen und wird momentan nicht dringend benötigt, weshalb es reinvestiert wird. Wie lange ich das noch so machen werde weiß ich noch nicht.

Wenn man sein Geld über die Börse investiert, sollte man es nicht zum Leben benötigen. Das bekommt man überall zu hören und es ergibt auch Sinn, denn der Wert von Aktien schwankt. Aktien zu verkaufen ist zwar möglich, kann aber mit Verlusten verbunden sein, wenn man nicht ausreichend lang investiert ist. Also: Investiere nur Geld dessen Verlust du auch verschmerzen könntest. Sollte man während eines Aktiencrashs das Geld benötigen schaut man in die Röhre.

Außerdem investiere ich monatlich frisches Kapital aus aktivem Einkommen zusätzlich, sodass mit der Zeit der Vermögensanteil und damit auch das passive Einkommen steigen wird. So der Plan. Wenn der Aktienmarkt fällt, betrifft das in erster Linie den Vermögensstand (Wert des Depots) nicht jedoch die Einnahmen durch Dividenden und andere Quellen. Allerdings besitze ich auch einige Firmen, welche keine Dividende zahlen. Ich muss mir noch angewöhnen, nicht zu häufig ins Depot zu schauen. Ich mache eigentlich nur einmal im Quartal einen Vermögenscheck wo ich alles notiere. Dann einmal rein zu schauen, würde schon ausreichen. Momentan tue ich das eher wöchentlich...

Ist das denn wirklich passiv?

Nicht ganz. Selbst wenn man einfach sein Geld bei der Bank parkt und dafür Zinsen bekommt musste man vorher aktiv die Bank auswählen und auch einiges an Vorarbeit leisten. Z.B. seinen Freistellungsauftrag bei der Bank einreichen oder sich mit der Einlagensicherung vertraut machen. Wenn man eine Wohnung vermietet muss man sich einen Mieter suchen und sich um Verschleiß in der Wohnung kümmern.

Im Fall von Dividendenaktien musste man sich immerhin für ein Unternehmen entscheiden und sein Kapital investieren. Für diese Entscheidung ist man darüber hinaus selbst verantwortlich. Heulen wenn es nicht wie gewünscht läuft, ist nicht. Außerdem trägst du als Eigentümer das unternehmerische Risiko, was die Mitarbeiter des Unternehmens nicht tun. Was eine Diskussion pro und contra Aktienbesitz vs. Mitarbeit überflüssig macht. Natürlich steht uns als Aktienbesitzer ein Anteil am Unternehmensgewinn zu und nicht den Mitarbeitern, denn wir tragen das Risiko. Natürlich kann man auch als Mitarbeiter zum Eigentümer werden.

Alles beginnt mit dem ersten Kauf, dann dem Zweiten usw.. Wenn man an seiner Strategie festhält, kommt über die Jahre ein schöner Geldfluss zustande. Vielleicht hast du auch als Mitarbeiter die Möglichkeit Anteile an deinem Arbeitgeber zu erwerben? Vergiss aber trotzdem das Streuen nicht!

Einnahmen im Februar 2018

Im Februar konnte ich passive Einnahmen von insgesamt 75,97€ verbuchen. Im Februar 2017, also im gleichen Monat im vorhergehenden Jahr betrugen die Einnahmen insgesamt 27,39€. Bei Viainvest war ich Anfang letzten Jahres noch nicht investiert.

Das entspricht also einer Jahr-zu-Jahr Steigerung von +177,4%. Das kann sich mal sehen lassen!

Die Einnahmen setzen sich wie folgt zusammen:

Quelle Assetname Einnahmen
Aktien (Dividenden) AT&T 5,15€
Aktien (Dividenden) British American Tobacco 9,82€
Aktien (Dividenden) Omega Hlth Inv R 34,07€
Aktien (Dividenden) Procter&Gamble 4,74€
Aktien (Dividenden) Realty Income RE 5,28€
Privatkredite (Zinsen) Auxmoney 6,59€
Privatkredite (Zinsen) Viainvest 10,32€
Gesamt: 75,97€

Dividenden und andere Einnahmen in 2018 bis jetzt:

Monat Einnahmen Summe Mittelwert
Januar 48,07€ 48,07€ 48,07€
Februar 75,97€ 124,04€ 62,02€

Macht bis jetzt also insgesamt 124,04€ (62,02€ pro Monat).

Kommentar zum aktuellen Monat

Die Dividenden meiner Unternehmen, welche ich letztes Jahr bereits besessen habe sind leicht rückläufig, was weiterhin auf den schwachen Dollar zurückzuführen ist. Denn mein Löwenanteil am Aktienmarkt liegt in den USA.

So ist z.B. die Dividende von AT&T von 5,82€ aus 02-2017 auf 5,15€ in 02-2018 gefallen obwohl das Unternehmen die Dividende von 0,49$ auf 0,50$ pro Anteil erhöht hat.

Allerdings habe ich mit BAT und Omega Healthcare zwei dividendenstarke Unternehmen hinzugekauft, welche letztes Jahr im Februar noch nicht gezahlt haben weil ich sie noch nicht besessen habe.

+177,4% ist jetzt mal eine ordentliche Steigerung. Diese Megasprünge sind aber nicht mehr lange möglich, nur anfangs. Irgendwann hat man ja mal bei 0 angefangen.
Schon die Steigerung im nächsten Februar wird wohl kaum wieder so hoch ausfallen. Ich bin allerdings mit einer moderaten Steigerung von ~8% durchaus bereits zufrieden.

Jedes einzelne Asset welches mir diesen Monat Ausschüttungen gezahlt hat, hat diese auch abgesehen vom schlechten Währungskurs in den letzten 12 Monaten gesteigert. Das sind kleine Lohnerhöhungen, ohne dass ich dafür viel tun musste. Keinen Chef fragen, keine extra Arbeit erledigen. Einfach nur die nächste Zahlung abwarten. Super!

Ich achte bei meinen Investitionen auch nicht nur auf die Dividendenrendite, sondern auch auf die Fähigkeit des Unternehmens oder Assets, Ausschüttungen auch in Zukunft leisten zu können bzw. zu steigern. Dazu kann man sich z.B. die Ausschüttungsquoten der Unternehmen anschauen. Es gibt aber noch viele andere Indikatoren. Aber auch hier gilt: Es kann immer anders kommen.

Im Idealfall steigern die Unternehmen ihre Dividende selbständig. Du als Aktionär musst nicht darum bitten (wenn du eine gute Auswahl getroffen hast). Vor allem in den USA ist das üblich. Deutsche Unternehmen denken teilweise anders. Das heißt, du musst im Idealfall auch nicht zu Hauptversammlungen fahren. Zumal du in den meisten Fällen sowieso keine nennenswerte Mehrheit besitzen wirst, sodass deine Stimme etwas ausrichten könnte.

Wenn du allerdings weiterhin Werte hinzu kaufst, dann bringt das den Schneeball erst so richtig ins Rollen. Solang du keine Assets verkaufst entsteht ein passiver Einkommensstrom bis in die Unendlichkeit (idealisiert). Voraussetzung ist natürlich auch, dass das Unternehmen nicht seine Zahlungen einstellt bzw. bankrott geht. Deswegen sollte man sein Kapital streuen. Also nicht nur Amazon kaufen!

Und bitte auch nicht alles in Privatkredite investieren wie einige auf Youtube. Dort winken hohe Renditen, jenseits der magischen 10%. Allerdings bekommt man diese nicht ohne gleichwertige Erhöhung des Risikos. Ich habe gute Erfahrungen mit kurzlaufenden Krediten gemacht (max. 3 Monate). Und ich investiere maximal 10% meines Vermögens in Privatkredite.

Alles in allem ein sehr guter Monat obwohl der Februar dieses Mal recht kurz war.

Es gab diesen Monat keine weiteren Zukäufe. Aktuell sammle ich Cash und bei OnVista Freebuys um damit dann wieder etwas größere Käufe tätigen zu können. Ich möchte in Zukunft insgesamt weniger Käufe aber dafür pro Kauf ca. 2500€ aufwenden damit ich meine Kosten weiter drücken kann. Ich habe keine Sparpläne.

Zuguterletzt noch ein paar Worte zum Investieren:

Vergiss alle Gründe, warum es nicht funktionieren kann. Glaube an den einen Grund, warum es funktionieren wird. Im Zweifel fange einfach an. Besser investiert sein, als an der Seitenlinie zu stehen.

Wie war dein Februar?